Endlich wieder High-End: Stereo-Verstärker mit klassischen Tugenden von Yamaha

Yamaha-Stereo-Verstaerker-A-S3000-VU-Meter

Wie sich die Zeiten ändern: In den 70er Jahren übertrumpften sich die vorwiegend japanischen Unterhaltungselektronik-Hersteller mit stets neuen High-End-Geräten, welche jedes mal noch näher am „optimalen“ Sound sein sollten. Doch irgendwann schien das Ende der Fahnenstange erreicht – das Segment preiswerter Gerätschaften wurde klanglich immer besser, die Ansprüche der Kunden verschoben sich. Nachdem viele der etablierten Hersteller die Produktion hochwertiger Audio-Komponenten zeitweise schon aufgegeben hatten, scheint nun wieder eine Rückbesinnung auf diese alten Tugenden einzusetzen. Yamaha macht seit geraumer Zeit erfolgreich vor, wie man moderne HiFi-Komponenten in klassischem Design an den Mann bringt. So haben die Japaner zahlreiche gute wie auch preiswerte Stereo-Verstärker und -Receiver im Programm, teilweise kombiniert mit ganz modernen Streaming-Technologien wie AirPlay oder Spotify (siehe Yamaha R-N500).

Yamaha-Stereo-Verstaerker-A-S3000

High-End Flaggschiff: Yamaha A-S3000

Dass man aber auch in den obersten High-End-Gefilden mitspielen kann, bewiesen sie im letzten Jahr mit dem Vollverstärker A-S3000: Ein massives 25 kg Monster mit besten Komponenten, 2 x 170 Watt Leistung und einer atemberaubenden Optik. Letztere wird vor allem durch die beiden riesigen – und natürlich beleuchteten – VU-Meter erreicht, welche dynamisch zur Musik ausschlagen und dem Verstärker eine herrlich klassische Anmutung verleihen. Der unverbindlich empfohlene Verkaufspreis von 4.800 Euro unterstreicht den hohen Anspruch des Geräts dann aber auch auf der Rechnung recht deutlich. Umso schöner, dass Yamaha nun mit dem neuen A-S2100 genau an diesem Punkt ansetzt: Es ist technisch gesehen der kleinere Bruder des A-S3000, der sich mit immerhin 2 x 160 Watt an Leistung und einem Gewicht von immer noch fast 24 kg keineswegs zu verstecken braucht. Äußerlich ist die Anzeige der VU-Meter leider etwas geschrumpft, entschädigt wird man dafür mit einem deutlich günstigeren Preis: Mit knapp 2.000 Euro kostet der A-S2100 weniger als die Hälfte des A-S3000 und stellt somit eine mehr als attraktive Alternative dar.

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Die günstigere Alternative zum teuren Flaggschiff: Der neue Yamaha A-S2100

Yamaha--Stereo-Verstaerker-A-S2100-CD-Player

Der A-S2100 zusammen mit dem ebenso neuen CD-Player CD-S2100

Yamaha--Stereo-Verstaerker-A-S2100-Schwarz

Alle Geräte sind neben der silbernen auch in einer schwarzen Ausführung erhältlich



7 Kommentare

    • unhyped
    • // > 30.06.14 @ 11:33

    Naja, ein Verstärker ist eben ein Verstärker – wer z. B. Streaming will, kann dies ja nach Belieben mit dem dem passenden Gerät ergänzen (etwas dem NP-S2000); das von Dir verlinkte Gerät ist ja eher aus der all-in-one Kategorie (was jetzt nicht abwertend gemeint ist). Spannend ist aber auch die von Sony neu aufgelegte ES-Serie, die z. B. deutlich mehr in Richtung Zukunft (Digital, Streaming und High-Res-Audio) gerichtet ist … ein Artikel kommt bald mal dazu.

    • Heinrich
    • // > 30.06.14 @ 12:59

    naja, ein verstärker hat heute definitiv andere aufgaben als vor 30 jahren. die sachen von hifiakademie kann man so zusammen stellen wie man es braucht.
    die namhaften hersteller verlangen einfach zu viel geld für tolles design, die geräte sind gut aber extrem überteuert.
    ein hochwertiger av-receiver für stereo betrieb ist heute einigen verstärkern stark überlegen.
    alleine die raumeinmessung um bässe in den grif zu bekommen ist gold wert. letztendlich sind immer der raum und die lautsprecherpositionierung für den klanggenuss verantwortlich, ein 2000,- euro verstärker kann da nicht viel erreichen. schön anzusehen sind sie auf jeden fall.

    • Heinrich
    • // > 30.06.14 @ 13:03

    hires macht sich in der theoretischen darstellung gut, am besten auf grafiken. wer die ganzen unterschieden hört ist ein anderes thema.
    sehr lesenwert ist dieser statement.
    http://www.hifiaktiv.at/?page_id=177

    • unhyped
    • // > 30.06.14 @ 13:35

    Klar, es ist eben wie überall: Je spezieller die Themen, desto mehr „Voodoo“ wird darum gemacht, desto mehr Geld wird verlangt (da nehmen sich große wie kleine Hersteller ebenso meist wenig). Trotzdem natürlich schön, dass es auch kleine Hersteller mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis gibt. Und ganz richtig: dass dabei die ganze Kette zwischengeschalteter Geräte harmonieren muss, um das Potenzial überhaupt auszuschöpfen, will ebenso bedacht sein. Selbst dann bleibt immer noch die Frage, ob man überhaupt alles heraushört (oder es nur heraushören will; siehe auch den alten MP3-Hörtest der c’t/heise).

    Aber: Es ist und bleibt (meiner Meinung nach) eben ein Thema für Liebhaber, da kommt es auf Vernunft und Objektivität gar nicht so sehr an – auch wenn viele sich das nicht eingestehen wollen und die Rechtfertigung für ihr „Hobby“ in technischen Daten und Messwerten suchen.

    • Alfred
    • // > 28.02.16 @ 04:51

    Hallo Freunde guter Musik

    als eifriger Besucher von quasi unplugged Konzerten, d.h. nicht nur bei Jazzkonzerten in kleinen bis mittleren Räumen oder draussen allgemein unter „suboptimalen“ Bedingungen prägen seit Jahrzehnten meine Hörerfahrung, d.h. auch bei Konzerten , die ich Dank verschiedener Umstände und zusammen mit Hilfe von Musikbegeisterten während fast 20 Jahren monatlich einfädeln konnte. Kontakte zu der professionellen Musiker- Zunft pflege ich auch heute noch immer. Die gehöhrmässige Erfahrung beruht also auf möglichst „rohen“ Toneindrücken auch durch der Tatsache, dass ich heute noch immer versuche vorne dabei zu sein da auch Konzertfotografie ebenso lange meine Leidenschaft ist. Mein definitif letzter Aufwand an audiophilen Mitteln besteht unter anderem aus dem YAMAHA A S-2100 der beliefert wird von einem exzellenten Tonabnehmer, welcher von einer ehemaligen englischen Plattenfirma entwickelt wurde, der seine Fahrt durch die Plattenrillen vollführt an einem sehr präzisen Laufwerk bzw Arm aus neuseeländischer Entwicklung, und am Ausgang werden omnipolare Breitbandwellenlautsprecher bedient aus deutscher Produktion. Defintif der Yamaha schafft es meinen Sensibilitäten psychoakustisch optimal entgegen zukommen, wobei eine voodomässige Steigerung nur mit unkonventionellen Finanzaufwand realisiert werden könnte, die kleine potentielle finanzkräftige audiophille Hörerschaft müsste aber noch überzeugt werden. Auch Musiker und Freunde aus dem professionellem Bereich staunen über die überzeugende quasi authentische Reproduktion die nur abhängig ist von den Fähigkeiten und Möglichkeiten des technischen Aufnahmeteams. Bei jeder Platte kann man förmlich die Handschrift des Tonmeisters oder -meisterin heraushören, sehr interessant , wenn man Aufnahmen aus diversen Epochen vorliegen hat und auch Re-Issues vergleicht z.B. Zusammenfassend:Unaufdringlich mit dem Quantum an Wärme die den technischen Aufwand massvoll ausblendet und psychakustisch anspruchvollen GeniesserInnen entgegenkommend und zwar ohne Abtriche in Dynamik und Auflösung, Raumdarstellung und Verve ; ein zugegebemermassen subtiler Begriff der sensible Musikalität beim aktivem Spiel heisst und bei feinfühligen ZuhörerInnen das musikalische Einfühlungsvermögen bedeutend fördert. Mein Röhrenverstärker aus deutscher Entwicklung im kleinen Zimmer nebenan macht auch noch immer sehr gut seinen Dienst…auch sehr beeindruckend nur anders.
    Also der Yamaha ist ein gutes Stück und wird mein letzter Verstärker sein. Auf das Gesamtkonzept kommt es an, Lautsprecher und Signalquellen sind genauso wichtig. Wer auf Internetmedien verzichten kann der ist mit dem YAMAHA A – S2100 sehr gut bedient.

    • unhyped
    • // > 29.02.16 @ 16:22

    Danke für den ausführlichen Erfahrungsbericht!

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