Microsoft Surface Studio: Der bessere iMac?

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Mit dem Surface Studio bringt Microsoft einen eleganten und innovativen All-in-One Computer mit Touchscreen auf den Markt. Ein attraktives Gerät, welches Apples iMac fast schon alt aussehen lässt.

Heute Abend präsentiert Apple neue Computer-Hardware – ob ein neuer iMac dabei sein wird, darf bezweifelt werden. Microsoft zeigte hingegen schon gestern die neuen Produkte der Surface-Linie. Zu den Laptops bzw. Convertibles gesellt sich nun das neue Surface Studio hinzu, ein All-in-One Computer mit riesigem 28″ Touchscreen. Dessen 3:2 Seitenverhältnis ist für Desktop-Bildschirme inzwischen selten geworden und dürfte Microsofts Touch-Oberfläche geschuldet sein, schliesslich haben die anderen Surface-Geräte dasselbe Seitenverhältnis. Mit 4500 × 3000 Pixeln bietet das Gerät eine Auflösung von 192 dpi; etwas weniger als Apples Retina-Displa im iMac, aber dennoch fein genug um ein äußerst scharfes Bild zu erzeugen.

Technisch ist der Computer mit Prozessoren der i5/i7-Familie von Intel ausgestattet, als Grafikkarte kommt Nvidias GeForce GPU mit bis zu 4 GB zum Einsatz. Je nach Ausstattungs-Variante wird das Modell mit bis zu 32 GByte Arbeitsspeicher und Hybrid-Festplatten mit 1 oder 2 TB Speicherplatz geliefert. All dies steckt im Sockel des Rechners, der zudem über Anschlüsse für 4 x USB 3.0, einen SD-Card-Reader, einen Mini DisplayPort, einen 3.5 mm Audioausgang sowie für Gigabit-Ethernet verfügt. Drahtlos versteht sich das Surface Studio auf WiFi und Bluetooth. 

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Mit seinem eleganten Design aus sehr dünnem Display, flexibler Monitorhalterung und der Technik um Standfuß des Geräts weckt das Surface Studio Erinnerungen an Apples G4-iMac aus dem Jahr 2002. Im Vergleich zum aktuellen iMac lässt sich die Position des Surface Studio-Monitors jedoch nicht nur deutlich flexibler an den Nutzer anpassen, sondern bietet auch die Möglichkeit selbigen fast flach auf den Tisch zu klappen – ideal für die Touchscreen-Bedienung im kreativen Bereich. Überhaupt wirkt Microsofts neues Gerät aus einem Guss, ist hochwertig aus Aluminium gefertigt und zeitlos elegant. Man sieht, dass der Konzern aus Redmond zwischenzeitlich viel gelernt hat und inzwischen – wie auch Google – eigene Hardware produziert, die es durchaus mit Apple aufnehmen kann.

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Passend zum Surface Studio bietet Microsoft auch eine kabellose Maus, Tastatur, einen Stift sowie das sogenannte Surface Dial. Die Hardware in Form eines Pucks lässt sich auf oder neben dem Bildschirm nutzen und kann individuelle Einstellungen im Schnellzugriff bieten – beispielsweise das Auswählen einer Zeichenfarbe für den digitalen Stift oder das Drehen von Objekten. 

Mit seinem durchdachten Design, hochwertigen Materialien und innovativen Features zeigt Microsoft, wie ein moderner All-in-One Computer aussehen kann. Allerdings hat dieser Fortschritt auch seinen Preis: Zwischen $ 3.000 und $ 4.200 soll das Surface Studio kosten (lieferbar ab Ende des Jahres) und lässt damit die aktuellen iMac-Modelle fast schon als Schnäppchen erscheinen. Doch eingefleischte Apple-Nutzer dürften mit dem Surface Studio ein ganz anderes Problem haben: Das Betriebssystem heißt hier eben Windows 10 und nicht macOS.
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