Audiophile Augenweide: Clearaudio Concept Wood

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Als Clearaudio – Hersteller von Audiogeräten im High-End Segment – vor einigen Jahren den Plattenspieler „Concept“ vorstellte, war die Überraschung groß: Mit einem Preis von rund 1.200 Euro ist er zum einen (für Clearaudio-Verhältnisse) recht günstig, zum anderen kommt er komplett voreingestellt und spielbereit mit montiertem Tonabnehmer zum Käufer. Gepaart mit seinem gelungenen Design und praktischen Funktionen wie der elektronischen Geschwindigkeits-Umschaltung zwischen 33, 45 und 78 Umdrehungen wusste der Concept so von Anfang an zu gefallen. Nun wird das Modell durch die neue Variante „Concept Wood“ ergänzt: Namensgebend ist hierbei der umlaufende Multiplex-Holzmantel, der zum matt-schwarzen Gehäuse einen schönen Kontrast bildet. Zum Vergleich: beim „normalen“ Concept ist dieser Mantel in gebürstetem Aluminium ausgeführt. Preislich ist der Concept Wood mit rund 1.500 Euro etwas höher positioniert – Noch immer ein moderater Preis für ein Gerät, das audiophile Technologie und hervorragendes Produktdesign Made in Germany so gelungen kombiniert.

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Pioneer PLX-1000: Nachfolger einer Plattenspieler-Legende?

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Nachdem bereits auf der Musikmesse 2014 ein seriennaher Prototyp zu sehen war, präsentiert Pioneer heute den neuen Plattenspieler namens PLX-1000 ganz offiziell. Dass die Pioneer überhaupt einen neuen Plattenspieler entwickelt, dürfte vor allem zwei Gründe haben: Zum einen scheint der weiter wachsende Absatz an Schallplatten genug Potenzial zu bieten, dadurch auch neue Wiedergabegeräte zu verkaufen. Zum anderen klafft im Club- bzw. DJ-Segment seit Einstellung der Produktion des legendären Technics 1200/1210 nach wie vor eine Lücke. Was kann der Neue also bieten?

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HiFi-Klassiker: Braun Atelier Komponenten-System

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Unter dem Namen Atelier präsentierte Braun Ender der 70er/Anfang der 80er Jahre eine neue Serie an Hifi-Komponenten, die vor allem durch ihr aufgeräumtes Erscheinungsbild bis heute einzigartig ist. Auffälligstes Merkmal des modularen Systems war dabei das einheitliche Geräteformat der Komponenten, welches mit 7 cm Bauhöhe recht niedrig war – und durch die abgeschrägten Kanten noch flacher wirkt. Außergewöhnlich für die damalige Zeit war auch die Farbe „Kristallgrau“, welche zusätzlich zur schwarzen Ausführung lieferbar war. Auch Rückseitig sorgte das System für Aufsehen, da durch Metallblenden sämtliche Kontakte und Anschlüsse elegant verdeckt wurden, wodurch sich die Anlage auch mitten im Raum optisch ansprechend positionieren lies.

Als Audio-Komponenten gab es Verstärker, Tuner, CD-Player und natürlich – ganz zeitgenössisch – Kassettendeck und Plattenspieler. Zudem wurde das System durch Videorekorder, Fernsehgerät und Lautsprechern abgerundet und es gab es sogar diverse Geräteschränke und -Füße, mit welchen sich das System stilgerecht im Wohnraum integrieren lies.

Am 31. März 1991 stellte Braun die Produktion der hochpreisigen HiFi-Geräten ein, das Ende der HiFi-Ära wurde in einem Heft mit folgenden Worten begründet:

„Der Markt der Unterhaltungselektronik ist weltweit durch einen ruinösen Verdrängungswettbewerb geprägt. Besonders die japanischen Hersteller haben die Projektzyklen von HiFi-Bausteinen bedenklich verkürzt – Sie selbst wissen, daß Hersteller, die nicht spätestens alle 24 Monate eine Innovation oder wenigstens kosmetische Pseudoänderungen anbieten, schnell in den Verdacht der Veralterung geraten.

Aus heutiger Sicht ist nicht zu erwarten, daß sich die Weltmarktsituation entspannen wird. Viel wahrscheinlicher ist eine Verschärfung des Wettbewerbes. Diese immer riskantere Entwicklung würde zum einen bedeuten, bestimmte Grundsätze der Braun-Design-Philosophie aufweichen zu müssen (zum Beispiel Ehrlichkeit, Langlebigkeit), zum anderen Finanzmittel einsetzen zu müssen, die in keinem Verhältnis zum Gesamtgeschäft der Braun AG stehen. Die historische Entscheidung fiel Ende Mai 1990. Braun wird diese Entwicklung nicht länger unterstützen. Braun HiFi wird Geschichte.“ (Quelle: Wikipedia)

Welch treffende Einschätzung des Marktes, die ohne weiteres auch heute noch zutrifft. Angesichts der hohen Nachfrage auf dem Gebrauchtmarkt zeigt sich aber auch, dass „die ursprüngliche Absicht der Designer, ein langlebiges Produkt zu schaffen, welches sich durch eine moderne, zeitlose Form bei einfacher Bedienbarkeit auszeichnet“ (Wikipedia) bis heute wertgeschätzt wird.

Wer jetzt Interesse an der Atelier-Serie von Braun hat, kann bei ebay danach Ausschau halten. Die Nachfrage ist relativ hoch, passende Angebot lassen sich aber immer finden – wenn auch oftmals zu recht hohen Preisen.

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HiFi-Klassiker: Harman/Kardon T60 Plattenspieler

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Manchmal lohnt sich ein Blick zurück. Schaut man sich an, wie Musik vor 30 Jahren im Vergleich zu heute gehört wurde, so fragt man sich unweigerlich: Wo sind all die Geräte hin? Die große Zeit der HiFi-Komponenten scheint jedenfalls vorbei zu sein. Heute sorgen Smartphones und kompakte Funklautsprecher für die bequeme Unterhaltung, alles wird immer weniger greifbar und immer kleiner – womit leider auch die Faszination verloren geht, die HiFi-Gerätschaften früher ausstrahlten. Daher kommt hier mit den „HiFi-Klassikern“ in loser Folge eine Rückschau auf Audio-Geräte, die auch heute noch begeistern – natürlich rein subjektiv.

Den Anfang macht der Harman/Kardon T60. Ein riemengetriebener Plattenspieler aus den 80er Jahren, der vor allem durch sein aufgeräumtes und zeitloses Design gefällt und damit auch heute nicht alt aussieht. Per Knopfdruck kann die Drehzahl zwischen 33 und 45 Umdrehungen pro Minute umgeschaltet werden, außerdem gibt es einen kleinen Regler zur Geschwindigkeits-Anpassung wie auch einen Quartz-Lock. Mehr Informationen bietet das PDF-Handbuch, welches auf der amerikanischen Website von Harman/Kardon heruntergeladen werden kann. Der Neupreis in Deutschland lag übrigens bei rund 1.500 DM.

Wer jetzt Interesse an dem Gerät hat, kann nach dem Harman/Kardon T60 bei ebay Ausschau halten. Da der Plattenspieler aber relativ rar ist, muss man bei der Suche etwas Geduld mitbringen.

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Messenachlese: DJ-Neuheiten von der NAMM 2014

Ende Januar ging die NAMM Show, die größte Musikmesse der Welt, zu Ende. Die Zahl der Nachrichten aus dem DJ-Sektor war relativ überschaubar, daher auch erst jetzt ein Post zum Thema. Interessant nicht nur für die Top 5 DJs der Welt.

Pioneer-DDJ-SZ-Serato-DJ-Controller

Die – im wahrsten Sinne des Wortes – größte Neuheit kam mit dem neuen Controller-Flagschiff DDJ-SZ von Pionieer. Mit einer Breite von über einem Meter und über 7 Kilogramm an Gewicht macht das Gerät schon auf den ersten Blick klar, dass es sich nicht um ein Spielzeug handelt sondern um einen ausgewachsenen Controller zur Steuerung von Serato’s relativ neuer Software namens „DJ“. Im Grunde hat Pionieer hier eine Fusion aus ihren bewährten CDJ-Playern und einem 4-Kanal DJM-Mischpult gebaut: Die großen Jog Wheels entsprechen denen des CDJ- 2000NX, der Mixer bietet eingebaute Effekte, Filter, einen Oszillator und ist auch stand-alone (d. h. ohne Computer) mit anderen angeschlossenen Geräten einsetzbar. Dazu gesellen sich inzwischen schon zum Standard gewordenen Drumpads, die sich in ihrer Farbe per Software anpassen lassen. Auffällige Features sind zwei verbaute Soundkarten mit zwei USB-Anschlüssen, womit zwei Rechner gleichzeitig angeschlossen werden können sowie die Serato DVS-Fähigkeit. Bedeutet: Wer an den Controller auch noch weitere Plattenspieler oder CD-Player anschliesst, kann diese ebenfalls mit Serato’s Timecode-Medien steuern, ohne dafür zusätzliche Hardware in Form einer Rane-SL-Box zu benötigen. Insgesamt also ein Controller, der scheinbar alles bietet was man sich vorstellen kann. Dem entsprechend ist der Preis mit ca. 2000 Euro nicht billig aber angemessen. Übrigens ist dies nach dem Einsteiger-Conrtroller DDJ-SB (2-Kanal) und den beiden professionelleren Modellen DDJ-SR (2-Kanal) und DDJ-SX (4-Kanal) der vierte und vorerst letzte Serato-Controller der Serie von Pionieer.

Die Berliner von Native Instruments waren auf der Messe gewohnt abwesend und präsentierten auch außerhalb keine neuen Produkte. Bleibt abzuwarten, ob im Rahmen der kommenden Musikmesse in Frankfurt neue Traktor-Produkte gezeigt werden. Zeit wäre es, denn die Zahl der Controller für Serato DJ steigt rapide.

DJ-Tech-DIF-1M-DIF-4S-Mixer-Mischpult

Abseits des Hypes um Pioneer ist DJ-Tech positiv aufgefallen: Schon letztes Jahr zeigten sie mit dem DIF-1S einen cleanen, gut verarbeiteten und sensationell preiswerten 2-Kanal Battlemixer. Nun legen Sie mit dem DIF-1M nach, eine auf einige Midi-Funktionen erweiterte Version. Und wer mehr Anschlussmöglichkeiten benötigt kann zum neuen DIF-4S greifen, einer 4-Kanal Version mit eingebauter Effekteinheit.

Allen & Heath zeigte den neuen Xone:23, einen 2 Kanal Battlemixer mit etwas eigenwilligem Gehäuse. Vestax beschränkte sich auf neue Farbvarianten bekannter Produkte, und auch Numark – letztes Jahr noch mit dem gewaltigen NS7 II der Star – hatte außer einem neuen Audio-Interface wenig Neues zu bieten.

Insgesamt also eine ruhige Messe, vielleicht aber auch die Ruhe vor dem Sturm: am 12. März beginnt die Musikmesse 2014 in Frankfurt und wer weiß, was diese an Neuigkeiten zu bieten hat …

Schöner hören mit Music Hall’s neuem Plattenspieler „ikura“

Music-Hall-Ikura-Plattenspieler-Turntable

Music Hall – Hersteller von guten und noch bezahlbaren Plattenspielern – präsentiert mit dem ikura eine äußerst attraktive Neuentwicklung. Bei diesem Modell wurde nicht nur auf möglichst gute Klangeigenschaften geachtet sondern auch auf eine ansprechende Optik. Zusammen mit den Produktdesignern von Doing & Done entstand so ein manueller Plattenspieler, der durch seine abgerundeten Kanten und das feine Punktraster einen ganz eigenen Look mitbringt. Das hochglänzende MDF-Gehäuse des riemen-getriebenen Spielers steht auf drei dämpfenden Elementen, als Tonabnehmer kommt – wenn man den Abbildungen glauben schenken darf – das empfehlenswerte Ortofon 2m Blue System zum Einsatz. Den hochwertigen Komponenten entsprechend ist auch der angepeilte Verkaufspreis: Etwa 1000 Euro werden für den ikura fällig werden.

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