Urban Bikes mit Nabenschaltung und Riemenantrieb: Überblick für die Saison 2018

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Urban Bikes mit Nabenschaltung und Zahnriemen für 2018. Foto: Mika Amaro

Der Name ist (mal wieder) Programm: Die 2018er Übersicht an Urban Bikes mit Nabenschaltung zeigt eine Auswahl attraktiver wie alltagstauglicher Fahrräder, die mit einem Zahnriemen anstatt der herkömmlichen Fahrradkette ausgestattet sind.

Seit 2014 erscheint hier (fast) jährlich eine Übersicht von Urban Bikes mit Nabenschaltung und Jahr für Jahr findet dieses Thema mehr Zuspruch. Kein Wunder, sind die Themen Urbane Mobilität und Fahrrad in letzter Zeit doch immer populärer geworden und spiegeln den aktuellen Zeitgeist wieder. Mit ihrer Kombination aus attraktivem Design und praktischer Technik sind die hier vorgestellten Räder somit absolut passend: Eine Nabenschaltung sorgt zum einen für einen cleanen Look am Fahrrad, zum anderen ist dieser Typ von Schaltung auch weitgehend wartungsfrei und leise. Die Anzahl der Gänge ist zudem für den Stadtbetrieb meist völlig ausreichend. In Kombination mit einem Zahnriemen bieten sich noch weitere Vorteile: So ist dieser im Vergleich zur herkömmlichen Fahrradkette frei von Öl oder Fett und somit eine saubere Angelegenheit. Auch ist dieser Antrieb absolut leise, was in Kombination mit einer Nabenschaltung für ein fast lautloses Dahingleiten sorgt.

Dass dieses Segment an Rädern derzeit einen kleinen Boom erlebt, lässt sich auch an der Masse verfügbarer Modelle abbilden. Davon möglichst alle hier vorzustellen ist und war nie Absicht der Artikelserie. Vielmehr werden hier ausgewählte Räder gezeigt, die Interessantes bei Technik, Design oder auch im Preis bieten. Die bisherigen Artikel mit einem Überblick an Urban Bikes mit Nabenschaltung (zum Teil auch ohne Zahnriemen) sind nach wie vor sehr beliebt und dienen weiterhin als gute Übersicht über Hersteller und Modelle dieser Gattung. Wer sich also etwas tiefer in die Materie einlesen will, findet hier die alten Artikel:

Im Folgenden nun eine (rein subjektive) Übersicht an Urban Bikes der Saison 2018, die allesamt mit Nabenschaltung und Riemenantrieb ausgestattet sind:

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Ghost Square Urban 5.8 AL

Von Ghost wurde hier schon im letzten Jahr ein preiswertes Commuter-Bike vorgestellt, 2018 ist mit dem Square Urban 5.8 AL ein günstiges Urban Bike für 999 Euro erhältlich. Dieses kommt mit 8-Gang Schaltung und ist auch als Damenrad erhältlich. Für 100 Euro weniger gibt es auch ein 3.8er Modell mit der 2-Gang Automatiknabe von SRAM. Die Commuter-Variante Urban X 7.8 AL mit Lichtanlage und 11-Gang Schaltung ist für 1.499 Euro auch in diesem Jahr zu haben.

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Creme Cycles Ristretto Lightning

Schon letztes Jahr erhältlich, aber bisher unerwähnt blieb die Ristretto-Serie von Creme Cycles. Typisch für Creme ist der Retro-Look mit filigranem Stahlrahmen und klassischen Anbauteilen. Die Preise beginnen bei 1.299 Euro für das Ristretto Bolt und enden bei 1.999 Euro für das abgebildete Ristretto Lightning mit bronzefarbener Lackierung, 8-Gang Nabenschaltung und einem hochwertigen Scheinwerfer von Supernova.

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Cube Hyde Pro

Cube war hier immer vertreten, boten doch die Modelle Hyde Race und Editor stets eine gute Balance aus Design, Ausstattung und Preis. Dieses Jahr zieht das günstigere Cube Hyde Pro nach, welches jetzt auch mit einem Zahnriemen ausgestattet wird. Für günstige 899 Euro kommt das Rad mit der 8-Gang Nabenschaltung vom Typ Shimano Nexus. Das Hyde Race kostet 100 Euro mehr und bietet dafür die etwas bessere Alfine-Schaltung mit ebenfalls 8 Gängen. Topmodell ist weiterhin das Editor mit 11 Gängen für 1.499 Euro.

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BMC Alpenchallenge AC02 ONE

Ein alter Bekannter, diesmal aber in neuer Farbgebung: das BMC Alpenchallenge AC02 ONE mit Shimano Nexus 8-Gang Nabenschaltung und Zahnriemenantrieb bietet für 1.199 Euro gutes Design mit guter Ausstattung.

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Canyon Commuter 5.0

Stichwort neue Farbe: Burgundy ist der neue Farbton bei Canyon und das Canyon Commuter 5.0 stellt für 1.399 Euro – nicht nur in dieser Farbe – das günstigste Commuter-Modell (mit Nabenschaltung) von Canyon dar. Das Rad kommt mit 8-Gang Schaltung und hochwertiger Lichtanlage, Schutzblechen und Gepäckträger. Wer mehr will, findet drei weitere Commuter-Modelle mit besserer Ausstattung und dem ikonischen Canyon-Rahmen mit integrierter Steuereinheit. Alle Infos zu Canyons aktuellem Line-Up gibt es in diesem Artikel.

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Bombtrack Outlaw 2

Die Marke Bombtrack wurde hier noch nie genannt – höchste zeit also, denn das Modell Bombtrack Outlaw 2 ist mehr als interessant: Die Kombination aus filigranem Stahlrahmen und fetten Reifen (27.5″ x 47c) ist selten, bietet aber auf holprigem Untergrund ein deutliches Plus an Fahrkomfort. Als Schaltung kommt die Shimano Nexus mit 8 Gängen zum Einsatz, der Preis liegt bei stolzen 1.899 Euro. Als günstigere Alternative taugt das hier im Vorjahr vorgestellte Veloheld Path für 1.599 Euro.

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Mokumono Delta

Mit seinem Rahmen aus zwei gepressten Aluplatten ist das Design des Mokumono Delta absolut einzigartig und in vier Farben erhältlich. Das Rad wird in den Niederlanden produziert und soll demnächst ausgeliefert werden. Für 1.675 Euro lässt sich aktuell das Modell mit 8-Gang Schaltung vorbestellen, die Variante mit 11 Gängen liegt bei 1.925 Euro. Weitere Informationen zu diesem außergewöhnlichen Rad gibt es in diesem Artikel.

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Mika Amaro Custom Grey

Das Rad an sich ist nicht neu, diese großartige Farbvariante aber schon: Das Mika Amaro in Custom Grey bietet ein toll abgestimmtes Stahlrahmen-Design mit farblich passenden Komponenten von Brooks und Schwalbe-Reifen. Geschaltet wird über die Shimano Alfine-Nabenschaltung mit 8 Gängen, der Preis liegt bei 1.799 Euro.

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Schindelhauer Gustav

Zum Schluss noch eine echte Neuheit: Schindelhauer rundet mit dem neuen Modell Gustav sein Sortiment preislich nach unten ab und bietet ein attraktives Rad mit eigenständigem Design und alltagstauglichen Features: So ist zum Beispiel ein Front-Gepäckträger ebenso verbaut wie eine Lichtanlage und Schutzbleche. Das Rad ist mit 8-Gang Shimano Nexus-Schaltung für 1.450 Euro erhältlich, mit 2-Gang Automatiknabe schon für 1.295 Euro. Und übrigens: Ab August folgt mit der Schindelhauer Greta das passende Damenrad mit Tiefeinsteiger-Rahmen!

8 Kommentare

    • Philipp
    • // > 01.05.18 @ 21:10

    Dass im Jahr 2018 immer noch Rahmen mit derart groben Schweißnähten für solche Preise über die Ladentheke gehen, mag sich mir einfach nicht erschließen. Das fühlt sich für mich so an, als würde man zu einem gut sitzenden Anzug billigste Badelatschen tragen. Das ist selbstredend keine Kritik am Artikel oder der Auswahl, sondern lediglich eine ästhetische Feststellung.

    • Josse
    • // > 02.05.18 @ 10:25

    Soweit ich weiß, hattet ihr noch nie das Raleigh Nightflight DLX oder Premium mit in der Übersicht. Das Premium stellt meiner Meinung die beste Kombination an Ausstattung und Preis zur Verfügung.
    Ebenfalls erwähnenswert, jedoch kein spezielles 2018 Rad: Cucuma Chili Cross
    Cucuma bietet in Bezug auf die Schaltung Alfine 8- und 11-Gang an, sowie Rohloff Speedhub 14.

    • unhyped
    • // > 02.05.18 @ 14:16

    Danke für die Tipps, Josse! Das Raleigh kam in der Tat nie vor, ging wohl in der Masse schwarzer Räder unter. Cucuma sieht interessant aus und bietet dabei ja fast das ganze Farbspektrum :-) Erinnert ein wenig an das Chiyoda von Tout Terrain.

    • Tristan
    • // > 03.05.18 @ 10:31

    Ich hatte mir letztes Jahr ein Ghost Urban Square mit der automatischen SRAM Automatix 2-Gang Schaltung geholt. Für das flache Düsseldorf ist die Schaltung sehr komfortabel und das Fahrrad schön leicht. Leider taugt der Rahmen nicht viel, obwohl er in echt noch stylischer rüberkommt als auf den Bildern. Die integrierten Taschenträger geben schon beim Einhängen von einer Tasche mit Laptop (alles zusammen 5kg) nach wenigen Tagen nach und ziehen auch direkt das Schutzblech mit, so das alles schief hängt (musste dann alle paar Tage die Seite beim Einhängen wechseln). Der Rahmen hat keine verschiebbaren Ausfallenden und die Riemenspannung richtig einzustellen ein absoluter Glücksfall. Wenn dann beim kräftigen in die Pedaletreten sich noch alles verzieht und Riemenblatt und Riemenritzel keine Linie mehr bilden reißt der Riemen wegen der immer wieder ungleichen Belastungen (wie bei mir nach nicht einmal 7 Monaten und 5.000km).

    Bin jetzt auf ein selbst konfiguriertes Contoura Freejack umgestiegen und damit nach 3 Monaten und 2.500km super zufrieden. Was das Fahrrad so besonders macht ist nicht das Design (eher langweilig obwohl sehr hochwertig verarbeitet) sondern die Kombination von:
    – Alfine-Schaltung (8 oder 11, wer will auch Nexus)
    – Gates-Riemen (Conti konnte mich nicht überzeugen – dünner als der von Gates und ohne „Centertrack“ der den Riemen immer in Linie hält)
    – 60mm Reifen (im Gegensatz zu den „dünnen“ 47c vom Schindelhauer Gustav)
    – dabei sehr stabiler Rahmen mit ordentlichen Möglichkeiten zum perfekten Einstellen der Riemenspannung und nicht so eine Krücke wie bei Ghost
    – und bei Bedarf auch Schutzbleche (Curana) und Beleuchtung (IQ-X) für ein 24/7-Ganzjahres-Urbanbike anstelle eines Schönwetter-Mittagspausen-Urbanbikes.

    • unhyped
    • // > 04.05.18 @ 11:22

    Danke für das Feedback, Tristan. Zum Conti-Riemen: Ich vermute mal, dass es den gar nicht mehr gibt – überall wird inzwischen nur noch der Gates-Zahnriemen verbaut (auch beim Ghost)

    • Kim
    • // > 29.05.18 @ 18:58

    Thema Schweißnähte: der Riemenantrieb braucht eine gewisse Steifigkeit, die m.M.n. nur Alu liefert. Die Schweißnähte im Rahmendreieck zu glätten ist hier eine dumme Idee. Manche Marken kriegen es dennoch ästhetisch hin.
    Dementsprechend erledigen sich auch die Themen Freigängigkeit in der Gabel für riesige Reifen, und der Typ der letztes Jahr unbedingt eine Federgabel vorne haben wollte..

    Der Conti Riemen reißt gerne mal, siehe IKEA Sladda Rückrufaktion.

    • Jan Kleemann
    • // > 25.06.18 @ 10:33

    Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch das VSF T-700 Gates Shimano Alfine 11-Gang / Disc. Keine hässlichen Schweissnähte

    • Thomas
    • // > 05.09.18 @ 20:08

    Vielen Dank für die Übersicht. Das macht es mir leichter nach einem passenden Rad zu suchen. Eine Frage hätte ich aber: welches dieser Fahrräder hat ein langes oberrohr für einen langen Oberkörper und eine sportliche Sitzposition? Ghost fällt offenbar schon weg. Andere Räder konnte ich noch nicht in meiner Umgebung finden :(. Das allein an den Zahlen zu erkennen fällt mir schwer.
    Habt ihr/du auch so eine Übersicht für vergleichbare Singlespeeds? Ich bin mir nämlich nicht sicher ob ich die Gangschaltung wirklich brauche.

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